Orgelkonzert 6
Übergänge bestimmen das Leben in Zeit und Raum, sie formen die Geschichte im Grossen und im Kleinen. Für das Kloster Einsiedeln bedeutete das Jahr 1526 einen wichtigen Übergang. Die Benediktinergemeinschaft war bis auf ein einziges Mitglied geschrumpft, vor allem auch deshalb, weil sie nur adelige Kandidaten in ihre Reihen aufnahm. Die Schwyzer Regierung sah dieser Entwicklung mit Sorge zu und entschied sich schliesslich einzugreifen. Am 14. August 1526 holte sie den damaligen Prior des Klosters St. Gallen, Ludwig Blarer, nach Einsiedeln, wo er sogleich feierlich als Abt eingesetzt wurde und in der Folge der Abtei, auch durch das Fallenlassen der erwähnten Regel, nur Adelige aufzunehmen, einen neuen Aufschwung ermöglichte.
Das Konzert vom 25. August 2026 soll eine weitere Marke auf dem Weg durch dieses Gedenkjahr setzen. Die drei zur Uraufführung zu bringenden Kompositionen von Pater Theo stehen ganz im Zeichen des Transitus, des Übergangs also. Dieser Übergang hat an diesem Abend gerade zwei Bedeutungen für das Kloster Einsiedeln. Denn mit dem Konzert legt Pater Theo Flury nach 32 Jahren im Amt als Stiftsorganist und als künstlerischer Leiter des Einsiedler Orgelsommers diese Aufgabe in jüngere Hände und bedankt sich beim treuen Konzertpublikum für seine jahrzehntelange Verbundenheit.
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